Inklusives Gedenken

WS+SS 2016/17. Johannes Kepler Universität

Eine qualitative Studie im Auftrag vom Lern- und Gedenkorts Schloss Hartheim. In Kooperation mit dem Institut Hartheim und der Gehörlosen-Gemeinschaft Oberösterreichs“.


Blockveranstaltung: Gehörlosengemeinschaft

WS 2015/16

Gesellschaftliche Entwicklung der Gehörlosengemeinschaft seit 200 Jahren im Spannungsverhältnis zwischen den Sprachenkolonisten und den Vervielfältigungsmöglichkeiten der Community 


Seminar: Gehörlosigkeit und Hörbeeinträchtigung

Man begegnet Menschen mit Hörbehinderungen in besonderen Anlässen oder auch in aller Öffentlichkeit und hat den ersten Eindruck, sie als interessante Leute zu empfinden. Dieser Eindruck weckt unterschiedliche Fragen in ihren Köpfen der Menschen ohne jede Behinderung, wie die Menschen mit Hörbehinderung begrüßt werden und auch wie sie angesprochen werden. „Viele dieser Menschen sind unerfahren im Umgang mit den Schülern mit Hörbehinderung und wissen nicht, wie sie sich in bestimmten Situationen verhalten sollen“ (Sensibilisierung). Das Ansprechen als erster Schritt ist eine Voraussetzung bzw. eine Herausforderung für die nachhaltige und erfolgreiche Kommunikation, ohne Ängste und Hemmung zu zeigen. Um die Unsicherheiten abzubauen, ist es hilfreich, nicht nur das Verhalten der Anderen zu ändern oder anzupassen, sondern die eigenen Erwartungen der Studierenden zu hinterfragen.


Kursziele der Sensibilisierung und der Gebärdensprache

• Kennenlernen der Österreichischen Gebärdensprache und Gehörlosenkultur

• Bewusstseinsbildung und Wissenserweiterung – verstehen, was Gehörlosigkeit bedeutet

• Sensibilisierung für die Situation gehörloser Menschen

• Reflexion verschiedenster Alltags- und Problemsituationen

• Sprechen mit den Händen, hören mit den Augen – erlernen einfacher Gebärden


Aufbau des Lehrangebotes

Das Lehrangebot besteht aus zwei Kursen, welche auf die Sensibilisierung und Erlernung der grundlegenden Gebärdensprache aufgebaut ist. Die Verbindung zwischen beiden Kursen ist kenngezeichnet durch die interkulturelle Kompetenzvermittlung. 


Sensibilisierung 

1. Kurstag (2 UE)

Kennenlernen und Ansprechen über die Erfahrungen der Kursteilnehmer; Kommunikations- und Kulturunterschiede; kulturrelevante Faktoren; Problemerfahrung der Menschen mit Hörbehinderung


2. Kurstag (2 UE)

Vortrag: Studie über die „Gehörlosenbewegung“ 


3. Kurstag (2 UE)

Erwerb erster Grundkenntnisse der Österreichischen Gebärdensprache (Alltagskommunikation)


4. Kurstag (2 UE)

Rollenspiel

Vortrag: Die Gebärdensprache und die Gehörlosenkultur – Über das Fehlen kultureller Ermächtigung.


5. Kurstag (2 UE)

DVD über die problematische Rektorenwahl an der Gallaudet University 1988;

Abschlussrunde und Feedback


Vortrag: Gebärdensprache und Gehörlosenkultur - über das Fehlen kultureller Ermächtigung


Vortrag: Inklusion(s)bedingungen schaffen?


Lektorat an der Johannes Kepler Universität (Sommersemester 2014)

Im Auftrag des Instituts für Sozial- und Gesellschaftspolitik in freundlicher und gelungener Zusammenarbeit mit Angela Wegscheider beschäftigt sich das Lektorat mit den gesellschafts- und sozialpolitischen Themen über die Behinderung/en. Dabei geht es um wissenschaftliche Ansätze der Disability Studies und Deaf Studies. Weiteres wurde die Sachlage auf dem Behördenwege erläutert (Rechte der Menschen mit Behinderungen, wie sie umgegangen werden).

 

Am Ende des Sommersemesters wurden die Prüfungen bei den Studenten durchgeführt und Bachelorarbeiten (in der Studienrichtung Sozialwirtschaft) betreut.


Vortrag: Gehörlosenbewegung